Kinderkunsttag 2026: Wenn Kinder Frieden gestalten

Inspiriert von Yoko Ono: Kobolde und Riesen stellen sich Frieden vor

„Stell dir Frieden vor.“

Mit dieser einfachen, aber kraftvollen Aufforderung begann für die Kobolde und Riesen unserer Grundschule ein ganz besonderer Kinderkunsttag. Ausgangspunkt war ein Brief der Künstlerin und Friedensaktivistin Yoko Ono, die die Kinder dazu einlud, darüber nachzudenken, wie Frieden aussehen, klingen und sich anfühlen könnte.

Die Antworten darauf waren so vielfältig wie die Kinder selbst.

In den Klassenräumen, auf den Fluren und auf dem Schulhof entstanden Friedensbotschaften in den unterschiedlichsten Formen. Es wurden Karten gestaltet, Wunschbäume geschmückt, Steine bemalt, Brücken gebaut und Boote entworfen. Friedentauben schwebten durch die Räume, Regenbögen spannten sich über Bilder und überall tauchten Worte auf, die den Kindern wichtig sind: Freundschaft, Gerechtigkeit, Glück, Hoffnung, Liebe und Zusammenhalt.

Besonders beeindruckend war die Kreativität, mit der die Kinder ihre Gedanken sichtbar machten. Aus einfachen Materialien entstanden Kunstwerke voller Bedeutung. Ein bemalter Stein wurde zum Symbol der Hoffnung. Eine Papierbrücke stand für Verbindung statt Trennung. Friedensboote machten sich auf die Reise zu einer besseren Welt. Und an den Wunschbäumen fanden Gedanken ihren Platz, die von einer Zukunft ohne Hass und Gewalt erzählen.

Dabei wurde deutlich: Kinder denken Frieden nicht als abstrakten Begriff. Sie verbinden ihn mit Begegnungen, Freundschaften, gegenseitigem Respekt und dem Gefühl, dazuzugehören.

Der Kinderkunsttag zeigte einmal mehr, wie wichtig kreative Räume sind, in denen Kinder ihre Gedanken und Gefühle ausdrücken können. Die Werke der Kobolde und Riesen erinnern uns daran, dass Frieden nicht erst irgendwo in der großen Welt beginnt. Er beginnt im Kleinen – im Miteinander, im Zuhören und in der Bereitschaft, Brücken zu bauen.

Vielleicht hatte Yoko Ono recht: Wenn viele Menschen sich Frieden vorstellen, kann daraus tatsächlich etwas entstehen.

Und vielleicht beginnt diese Veränderung genau hier – bei den Kindern.

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