
Wie entsteht eigentlich Schokolade – und unter welchen Bedingungen arbeiten die Menschen, die den Kakao dafür anbauen? Mit diesen Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler des Fairtrade-School-Projektkurses intensiv beschäftigt. Alle zwei Jahre organisieren sie dazu ein besonderes Projekt: Sie entwickeln eigenständig eine Unterrichtseinheit für die Stammgruppen der Klassen 5/6 rund um das Thema Kinderarbeit auf Kakaoplantagen und den fairen Handel.
Auch in diesem Jahr übernahmen die Kursteilnehmer*innen die Planung und Durchführung komplett selbst. Ziel ist es, jüngeren Schüler*innen altersgerecht zu vermitteln, wie Kakao angebaut wird, welche Probleme es im konventionellen Handel gibt und warum fair gehandelte Produkte eine wichtige Alternative darstellen.
Im Mittelpunkt der Unterrichtseinheit stand diesmal die fiktive Biografie des Jungen Hamza. Anhand seiner Geschichte lernten die Kinder den Alltag eines Jungen kennen, der auf einer Kakaoplantage arbeitet. Die Erzählung half dabei, abstrakte Themen wie Kinderarbeit, Armut und globale Handelsstrukturen greifbar zu machen sowie Mitgefühl und Verständnis zu entwickeln.
Damit das Lernen abwechslungsreich und aktiv bleibt, hatten die Fairtrade-Schüler*innen verschiedene Stationen vorbereitet:
- Zuordnungsspiele, bei denen Begriffe rund um Kakaoanbau und fairen Handel richtig kombiniert werden mussten
- Legespiele, die den Weg der Kakaobohne von der Plantage bis zur Schokolade darstellen
- ein Siegel-Quiz, bei dem die Kinder verschiedene Fairtrade- und Nachhaltigkeitssiegel kennenlernen konnten
Den Abschluss bildete ein gemeinsames Kahoot-Quiz, in dem das neu erworbene Wissen spielerisch getestet wurde. Dabei zeigte sich schnell: Viele hatten gut aufgepasst und konnten die Fragen zu Kinderarbeit, Kakaoanbau und Fairtrade souverän beantworten.
Und natürlich durfte auch ein kleines Highlight nicht fehlen: Zum Abschluss bekam jedes Kind ein Stück fair gehandelte Schokolade.




