Am 27. Januar, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, beteiligten sich weltweit Freiwillige an der Aktion #everynamecounts. Ziel der Initiative ist es, die Namen und Lebensgeschichten der Opfer des Nationalsozialismus zu bewahren und sichtbar zu machen. Auch die Freie Schule Güstrow nahm an dieser bedeutenden Aktion teil.
Der Geschichtsgrundkurs der Jahrgangsstufe 10+ engagierte sich aktiv und setzte damit ein klares Zeichen für Erinnerung, Verantwortung und historisches Bewusstsein. Im Mittelpunkt von #everynamecounts steht die Arbeit mit originalen historischen Dokumenten: Diese werden digital erfasst, transkribiert und für die Forschung sowie für Angehörige weltweit zugänglich gemacht. Jeder einzelne Name steht dabei für ein menschliches Schicksal – und darf nicht vergessen werden.
Die Teilnahme an #everynamecounts knüpfte bewusst an die Studienreise nach Auschwitz-Birkenau Memorial and Museum zu Beginn des Schuljahres an. Die dort gewonnenen Eindrücke, Gespräche und persönlichen Erfahrungen wurden am Holocaust-Gedenktag erneut aufgegriffen und vertieft. Bereits zuvor hatten die Schülerinnen und Schüler ihre Auseinandersetzung mit dem Thema in einer selbst gestalteten Ausstellung zur Studienreise verarbeitet.



Diese Ausstellung wurde im Rahmen der Donnerstagsdebatte der Schulgemeinschaft und Bürger*innen der Stadt Güstrow präsentiert und bot Raum für Austausch, Fragen und gemeinsames Nachdenken. Die Ausstellung machte deutlich, wie intensiv sich die Lernenden mit den historischen Ereignissen und ihren persönlichen Eindrücken auseinandergesetzt hatten.
Durch die abschließende Teilnahme an #everynamecounts wurde dieser Prozess fortgeführt und erweitert: Vom Erleben historischer Orte über die öffentliche Präsentation der eigenen Arbeit bis hin zur aktiven digitalen Erinnerungsarbeit schloss sich ein inhaltlicher Kreis. So wurde das Schuljahr thematisch abgerundet und das Thema Erinnerungskultur nachhaltig verankert.
Zeitgleich arbeiteten Menschen aus vielen Ländern an der Aktion #everynamecounts. Der Geschichtsgrundkurs 10+ der Freien Schule Güstrow war damit Teil einer globalen Gemeinschaft, die über Grenzen hinweg gemeinsam erinnert.
Die Teilnahme zeigt eindrucksvoll, wie schulische Bildung und gesellschaftliches Engagement miteinander verbunden werden können. Durch ihren Einsatz haben die Schülerinnen und Schüler dazu beigetragen, dass Namen bewahrt bleiben – und Erinnerung lebendig bleibt.
Erinnerung lebt vom Mitmachen. #everynamecounts ist eine offene Initiative, an der sich alle beteiligen können – unabhängig von Alter, Herkunft oder Vorkenntnissen. Jede transkribierte Karte, jeder eingetragene Name ist ein Beitrag gegen das Vergessen.
Wir laden daher alle herzlich ein, Teil dieser weltweiten Erinnerungskultur zu werden und Verantwortung zu übernehmen.
Denn jeder Name zählt.
#everynamecounts



