Zum Gedenken an die Reichspogromnacht….

… trafen sich die Schüler und Schülerinnen der siebten bis zehnten Klassen vor dem Güstrower Barlachtheater.

Die 92-jährige Esther Bejarano las aus ihrem Buch „Erinnerungen“ vor, in dem sie ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben hat. Esther Bejarano ist eine der letzten Zeitzeuginnen, die heute noch von ihren Erlebnissen im Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück berichten kann. Zusammen mit der ihrem Sohn Joram und ihrem „Enkel“ Kutlu Yurtseven von der Microphone Mafia stand sie auf der Bühne und sang anschließend jüdische Partisanenlieder, Songs von Brecht in Hip-Hop-Folklore verwandelt, immer verbunden mit einer deutlichen Botschaft gegen Rassismus und Rechtsradikalismus. Diese Botschaft berührte viele von uns und war für uns sehr ergreifend und bewegend und zeigt uns, dass wir unserem Titel:

SOR-SMC1

treu bleiben müssen.

Hier ein paar persönliche Rückmeldungen von SchülerInnen der 9/10:

Die Lesung von Esther Bejarano war sehr schön. Die Worte waren gut gesetzt und ich konnte ihre Erlebnisse relativ gut nachvollziehen. Relativ, weil ich den Schmerz und das Leid, welches sie erfahren musste, niemals selbst gespürt habe. Ich habe sehr großen Respekt vor dieser Frau. Miron

Was sie vorgelesen hat, war gut und auch interessant. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass sie länger vorliest, anstatt ein Konzert zu geben. Robin

Es war erstaunlich, wie fit die 92-jährige war, als sie danach noch mitgetanzt hat usw. Etienne

Ich hätte gerne noch mehr gehört. Aris

Ich habe großen Respekt vor Esther Bejarano. Ich fand es bewundernswert, dass sie mit 92 Jahren noch so fit ist und eine so klare Aussprache hat. Ich hätte mir gewünscht, dass sie noch mehr aus ihrem Buch vorliest. Anna

Ich finde, dass Esther Bejarano die Erlebnisse sehr berührend dargestellt hat. Ich habe ihre Erzählungen mit dem Film „Schindlers Liste“ assoziiert, den wir kurz davor sahen. Die vorgetragene Musik ist Geschmackssache, jedoch ist die Botschaft gut. Benny

 

Anschließend gingen die 9/10/10*er zum jüdischen Friedhof in der Neukruger Straße, um dort in einer Andacht am 79. Jahrestag der Reichspogrommnacht an die Opfer zu gedenken, die zu Zeiten des Nationalsozialismus ausgegrenzt, diskriminiert und getötet wurden. Als Teil der Andacht hatten die SchülerInnen zusammen mit Mandy die drei Lieder „Shalom chaverim“, „Freunde, dass der Mandelzweig“ und „Dona nobis pacem“ einstudiert, die sie zusammen mit den Besuchern und Besucherinnen sangen. Außerdem spielten Annemarie (Klavier) und Tabea (Querflöte) das jüdische Lied „oyfn pripetshik, welches der Andacht einen würdigen Abschluss bot.

Auch hierzu gibt es Rückmeldungungen von SchülerInnen:

Die Andacht, die von den Pfarrern der Domgemeinde und der Baptistengemeinde geleitet wurde, war sehr schön. Das gemeinsame Singen und Gedenken an die Verstorbenen war bewegend. Tabea

Das Singen am Friedhof war auch ganz cool, auch wenn unser Standplatz gefühlt unorganisiert aussah. Etienne

Der Tag hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Janis-Ole

Auf dem Friedhof war es ziemlich dunkel. Es war nicht so leicht herauszufinden, wo man stehen sollte. Es war ein bisschen chaotisch. Sonst war der Tag schön. Martha

Auf dem jüdischen Friedhof war es sehr kalt. Es war ein wenig unorganisiert. Toll finde ich, dass so viele Personen gekommen sind. Anna

Die Andacht auf dem jüdischen Friedhof war sehr schön. Leider hat man in den hinteren Reihen fast nichts verstanden. Conrad

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