BNE-Werkstattwochen an unserer Schule – Kleine Schritte mit großer Wirkung 

In den nächsten drei Wochen stehen an unserer Schule die BNE-Werkstattwochen ganz im Zeichen einer großen Frage: Was können wir im Kleinen tun, um Großes zu bewirken? 

Zum Auftakt der Werkstattwochen versammelte sich die gesamte Schule auf dem Schulhof zu einer gemeinsamen Aktion. Im Mittelpunkt stand unsere Welt, die wir in Form eines großen Wasserballs von Hand zu Hand weitergaben. Von der Kita bis zum Abitur trugen die Schülerinnen und Schüler symbolisch die Welt in ihren Händen. Damit wurde deutlich: Unsere Erde gehört uns allen – und jeder trägt Verantwortung dafür, dass wir gut auf dieser Welt leben können. Jeder Einzelne kann und muss seinen Beitrag leisten. 

Die Weltkugel begleitet uns auch im Laufe der Wochen immer wieder durch den Schulalltag. Sie taucht in den verschiedenen Jahrgangsstufen auf und erinnert daran, dass wir alle Teil derselben Welt sind und Verantwortung für sie tragen. 

Während der BNE-Werkstattwochen setzen sich die Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Perspektiven mit Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auseinander. Grundlage dafür bilden die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals). Diese Ziele reichen von hochwertiger Bildung über nachhaltigen Konsum und Klimaschutz bis hin zu Frieden, Gerechtigkeit sowie der Bekämpfung von Armut und Hunger weltweit. 

In allen Jahrgangsstufen wird dabei an unterschiedlichen Schwerpunkten gearbeitet: 

  • Grundschule: Die jüngeren Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit dem Thema Ehrenamt und entdecken, wie wichtig gegenseitige Hilfe und Engagement für eine Gemeinschaft sind. 
  • Jahrgänge 5/6: Hier steht das Thema „Kinder der Welt“ im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler lernen Lebensrealitäten von Kindern in verschiedenen Teilen der Welt kennen. 
  • Jahrgänge 7/8: In diesen Klassen geht es um Geschlechtergerechtigkeit und Toleranz – Fragen von Gleichberechtigung, Respekt und gesellschaftlichem Zusammenleben damals und heute werden diskutiert und reflektiert. 
  • Jahrgänge 9/10: Die Jugendlichen beschäftigen sich mit Hunger und Armut weltweit. Dabei wird auch der Zusammenhang zu Fluchtursachen betrachtet und analysiert. 
  • Sekundarstufe II: Die älteren Schülerinnen und Schüler widmen sich der großen Frage: „Ist Frieden eine Utopie?“ und setzen sich mit Konflikten, internationalen Beziehungen und Möglichkeiten für eine friedlichere Welt auseinander. 

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten dabei weitgehend selbstständig an Aufgaben, die von den Teamer*innen der verschiedenen Fächern vorbereitet wurden. So entstehen spannende Verbindungen zwischen gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und persönlichen Fragestellungen. 

Ziel der Werkstattwochen ist es, die erarbeiteten Ergebnisse sichtbar und hörbar zu machen. Zum Abschluss der zwei Wochen werden die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken, Erkenntnisse und Ideen in der Aula auf die Bühne bringen. Geplant sind kreative Beiträge wie Poetry-Slam-Texte, Reden, kurze Theaterstücke oder selbstgeschriebene Gedichte, interaktive Ausstellung oder einen Gallery Walk. Auf diese Weise bekommen die Themen eine persönliche Stimme – und die Auseinandersetzung mit den globalen Herausforderungen unserer Zeit wird lebendig und greifbar. 

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