Stolpersteine in Güstrow gestohlen

In der Nacht vom Freitag zu Samstag wurden vier Stolpersteine vor dem Gebäude der Hansenstraße 1 entwendet. Diese Steine standen für vier jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen unserer Stadt, die die Grausamkeiten der Nationalsozialisten nicht überlebt haben.

Herta Jacobsohn – 29 Jahre alt

Max Jacobsohn – 57 Jahre alt

Hans Jacobsohn – 14 Jahre alt

Lieschen Ehrlich, geb. Goldschmidt – 54 Jahre alt (Mutter von Herta)

Diese vier Menschen sind am 10. Juli 1942 vom Güstrower Bahnhof zunächst ins Internierungslager nach Ludwigslust gebracht und von dort aus einen Tag später nach Auschwitz deportiert worden. Sie starben im Juli 1942. Der Grund für ihre Ermordung war einzig ihre Zugehörigkeit zum jüdischen Glauben.

Die Schülerinnen und Schüler der Freien Schule Güstrow putzen seit 2012 die fünf Stolpersteine in Krönchenhagen, die sechs Stolpersteine in der Baustraße, die vier Stolpersteine in der Domstraße und die vier Stolpersteine in der Hansenstraße. Seit letztem Wochenende gibt es die vier Gedenksteine in der Hansenstraße nicht mehr.

Wir als Schule sind traurig, wütend und erschrocken über den Diebstahl der Stolpersteine und verurteilen diese antisemitische Tat zutiefst und möchten nicht schweigen. Aus diesem Grund haben wir eine Foto-Collage erstellt, die zeigen soll, dass Antisemitismus in unserer Gesellschaft keinen Platz finden darf.

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